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Gerne kannst du deine Fragen rund um das Thema Ausbildung im Tourismus an Natalie Goern senden.
Du erreichst sie unter
E-Mail: info@touristik-azubi.de
Blog von Toni Touri
Auszubildender Toni Touri bloggt ab sofort auf http://tonitouri.blog.de über seiner Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann.
Tipps zur Bewerbung
Der erste Eindruck, den du hinterlässt, ist deine Bewerbung. Nimm dir also genügend Zeit dafür, die Unterlagen zusammenzustellen und das Bewerbungsschreiben zu formulieren. Lass am Ende immer jemanden drüberschauen, der die Bewerbung noch nicht kennt. Eine neutrale Person kann dir eventuell noch Verbesserungstipps geben und entdeckt Tipp- oder Formulierungsfehler besser.
Deine Bewerbung muss Folgendes beinhalten:
- Ein persönliches Anschreiben,
- deinen Lebenslauf,
- deine letzten Zeugnisse,
- gegebenenfalls eine "Dritte Seite" (Motivationsschreiben) und
- eventuell ein Deckblatt.
Anschreiben
- Das Anschreiben ist der wichtigste Teil deiner Bewerbung. Es richtet sich direkt an den Empfänger und wird zuerst gelesen.
- Wenn du aus der Stellenanzeige nicht entnehmen kannst, an wen die Bewerbung gerichtet werden soll, versuch es herauszufinden. Am besten erkundigst du dich im Unternehmen, wer der Ansprechpartner für deine Bewerbung ist und adressierst das Schreiben direkt an die zuständige Person. Das ist nicht nur persönlicher, sondern zeigt, dass du dich schon einmal mit dem Unternehmen befasst hast. Eine allgemeine Anrede wie "Sehr geehrte Damen und Herren" ist unbedingt zu vermeiden.
- Informiere dich umfassend über das Unternehmen und den Ausbildungsberuf. Nutze hierfür die Informationen aus der Stellenanzeige oder informiere dich – falls vorhanden – auf der Firmen-Homepage. Gib im "Betreff" den genauen Wortlaut der ausgeschriebenen Stelle aus der Anzeige wieder, auf die du dich bewirbst.
- Stelle deine Fähigkeiten deutlich heraus. Dein späterer Arbeitgeber muss vor allem klar erkennen können, dass du viele Fähigkeiten besitzt, die in der Stellenanzeige erwähnt und daher erwünscht sind. Jedoch liste diese nicht einfach auf, sondern beschreibe sie mit eigenen Worten. Ganz wichtig: Dein Anschreiben sollte realistisch und selbstbewusst sein.
- Der Empfänger deiner Bewerbung verschafft sich einen ersten Eindruck von dir und vergleicht die Stellenanforderungen mit deinem Profil. Versuche daher, das Anschreiben so interessant wie möglich zu gestalten, um beim Arbeitgeber Interesse zu wecken.
- Stelle deine persönlichen und fachlichen Stärken heraus und gehe auf bisherige Tätigkeiten, zum Beispiel Praktika, ein, die für die Stelle von Bedeutung sein können.
- Vorteilhaft sind Angaben über besondere Aktivitäten. Vielleicht bist du im Sportverein aktiv, unterstützt die Jugendarbeit oder die Kirchengemeinde? Ehrenämter zeigen, dass du bereit bist, dich zu engagieren.
- Am Ende deines Anschreibens solltest du um eine Gelegenheit bitten, dich persönlich vorstellen zu dürfen.
- Aber denke daran: Ein Anschreiben ist nie länger als eine DIN-A4-Seite!
- Das Anschreiben gehört nicht in die Bewerbungsmappe, sondern wird auf die Mappe gelegt.
- Am besten machst du dir von jeder schriftlichen Bewerbung eine Kopie. Dann weißt du, was du geschrieben hast, wenn du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst.
Lebenslauf
- Die Informationen müssen übersichtlich und in der richtigen Reihenfolge dargestellt werden. Achte darauf, dass du nichts verfälscht oder verbirgst. Selbstverständlich sollten auch keine zeitlichen Lücken entstehen und deine Aussagen ehrlich sein. Spätestens beim persönlichen Gespräch musst du alles erklären können.
- Der Lebenslauf sollte mit dem Computer geschrieben werden. Der Umfang erstreckt sich auf ein bis maximal zwei Seiten.
- Der tabellarische Lebenslauf wird am häufigsten verwendet werden. Du kannst deine Schullaufbahn und Tätigkeiten chronologisch oder antichronologisch (das heißt: letzte Tätigkeit zuerst) auflisten. Der antichronologische Aufbau empfiehlt sich eher für Personen mit umfangreicher Berufserfahrung.
- Wenn du kein Deckblatt verwendest, klebe dein Foto rechts oben an den Lebenslauf. Persönliche Daten wie Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail stehen zuerst, dann folgt deine bisherige schulische Laufbahn. Dabei interessiert weniger, welche Grundschule du besucht hast, sondern wann du an welcher Schule welchen Abschluss gemacht hast oder anstrebst. Danach folgen deine weiteren Tätigkeiten. Vielleicht hast du schon ein Praktikum gemacht, engagierst dich ehrenamtlich oder hast einen Nebenjob? Dann informiere hierüber kurz und knapp in deinem Lebenslauf.
- Unter weitere Kenntnisse kannst du deine Fertigkeiten wie Umgang mit dem Computer oder Sprachkenntnisse aufführen. Auch interessante Hobbys kannst du erwähnen, wenn du meinst, sie könnten für das Ausbildungsunternehmen nützlich sein.
Schneide den Lebenslauf auf das jeweilige Unternehmen zu und verwende, wenn möglich, keinen Einheitslebenslauf. Am Ende des Lebenslaufs stehen Ort, Datum und deine handschriftliche Unterschrift.
Der Lebenslauf informiert über deinen persönlichen und beruflichen Werdegang. Er muss klar gegliedert sein und dem Leser einen schnellen Überblick ermöglichen.
Foto
Ob du deinen Bewerbungsunterlagen ein Foto beifügst, ist dir überlassen. Rechtlich gesehen darf nicht verlangt werden, dass du ein Foto beifügst.
Doch du solltest wissen: Es macht ganz sicher einen guten Eindruck, wenn du ein Foto von dir verwendest. Es kann farbig oder schwarzweiß sein. Verwende bitte keine Bilder aus dem Automaten oder von deinem letzten Urlaub, sondern geh zum Fotografen. Vor allem – achte auf ein gepflegtes Outfit und eine positive Ausstrahlung.
Wenn du ein Bewerbungsfoto verwendest, platziere es entweder auf dem Deckblatt oder oben rechts auf deinem Lebenslauf. Versuch auf gescannte Bilder mit einem eigenem Ausdruck direkt auf das Papier zu verzichten. Ein richtiges Foto erweckt einen professionelleren Eindruck.
Deckblatt
Deine Bewerbungsunterlagen kannst du auch mit einem persönlichen Deckblatt aufwerten. Dadurch verleihst du deinen Unterlagen eine besondere Note. Beachte aber, dass das Deckblatt sachlich bleibt und nicht zu bunt wird.
Das Deckblatt ist die erste Seite in deiner Bewerbungsmappe. Es führt zu dem weiteren Inhalt und bildet einen schönen Rahmen für die folgenden Seiten.
Dritte Seite/ Motivationsschreiben
Hast du das Gefühl, du möchtest dem Unternehmen auf deine eigene persönliche Art und Weise mitteilen, warum du an dem Ausbildungsplatz interessiert bist? Hierfür kannst du die sogenannte "Dritte Seite" – auch Motivationsschreiben genannt – nutzen, um deiner Bewerbung weitere Mitteilungen hinzuzufügen. Sie ist keine Pflichtunterlage, sondern nur eine "Bonusseite".
Sollte das Motivationsschreiben nicht eindeutig und überzeugend sein, kann es sich auch negativ auswirken, daher überlege dir genau, ob du diese Möglichkeit nutzen möchtest. Es wird keine zusätzliche Seite von dir erwartet, daher wird sie meistens mit besonderer Aufmerksamkeit gelesen.
Innerhalb der Bewerbungsunterlagen findet die "Dritte Seite" ihren Platz nach dem Lebenslauf. Auch die "Dritte Seite" sollte nicht wesentlich weniger und auf gar keinen Fall mehr als eine DIN-A4-Seite umfassen.
Zeugnisse
Zeugnisse und andere Dokumente der Bewerbung solltest du grundsätzlich nur als Kopie beilegen, nie das Original. Sortiere deine Zeugnisse nach Aktualität. Das letzte Schulzeugnis ist das wichtigste und kommt ganz nach oben. Saubere Kopien sind natürlich selbstverständlich. Eselsohren oder Kaffeeflecken sind tabu. Wenn du möchtest, kannst du auch gerne Farbkopien anfertigen. So kannst du dich mit deiner Bewerbung von anderen abheben.
Bewerbungsmappe
Es gibt umfangreiche, große und teure Bewerbungsmappen. Die meisten Mappen sind sehr aufwändig und werden von Berufstätigen mit Berufserfahrung und umfassenden Lebensläufen genutzt. Achte darauf, dass die Mappe nicht zu groß ist und möglichst nur eine Klemmvorrichtung hat, damit du deine Unterlagen ordentlich einsortieren kannst.
Wichtig ist, dass die Mappe gepflegt ist, das heißt, wenn Flecken, Schrammen und Gebrauchsspuren vorhanden sind, solltest du die Mappe nicht verwenden.
Online-Bewerbung
Viele Unternehmen bevorzugen mittlerweile Online-Bewerbungen. Wenn du dein Bewerbungsschreiben über das Internet verschickst, solltest du aber einige wichtige Regeln beachten:
- Bewirb dich nur dann online, wenn es von dem Unternehmen auch so gewünscht ist. Wenn du nicht sicher bist, kannst du auch im Unternehmen nachfragen. Sollte es vorgegebene Bewerbungsformulare geben, solltest du diese unbedingt nutzen.
- In der Regel werden beim ersten Kontakt nur eine Kurzbewerbung (rund eine halbe Seite) und ein kompletter Lebenslauf mit allen wichtigen persönlichen Angaben gewünscht. Weitere Unterlagen (Zeugniskopien usw.) werden dann auf Anfrage nachgereicht.
- Verfasse auch die Online-Bewerbung so ernsthaft und sorgfältig wie eine schriftliche Bewerbung. Achte darauf, keine unvollständigen, fehlerhaften Angaben zu machen. Lies dir am Ende alles noch einmal sorgfältig durch und achte genauso wie in der schriftlichen Bewerbung auf deine Rechtschreibung, bevor du sie abschickst.
- Nutze für Anhänge gängige Datei-Formate wie PDF, JPG oder DOC.
- Gib deine komplette Postadresse an und verwende eine seriöse E-Mail-Adresse (keine Spitznamen wie Hasi93@gmx.de usw.)
- Sende die Online-Bewerbung zum Test zuerst an dich selbst, um mögliche Fehler beim Betreff/Subjekt, Umlaut/Sonderzeichen oder bei der Formatierung zu vermeiden.

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